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gesahren. Der Förster, den Bärenstein nun ansprach,wärmte sein angekommenes Zipperlein unter wollenen Fuß-Hüllen und konnte kein Pferd besteigen. Auch der Pachter hattemancherlei Ehehasten, die ihn abhieltcn, den Mädchenräu-bern nachzusetzen. Bärenstein wußte weiter keinen Rath,ging mit gebrochenem Herzen nach Hause, und setzte durchdie Erzählung von Hclenens Entführung Mutter und Schwe-ster in Schrecken und Verzweifelung.
Indessen war die gute Helene schon gerettet. Der Sohndes Oberförsters, bei dem Rudolph sich aushiclt, war mitDiesem und vier jungen Edelleuten, die bei dem Ober-förster die Jägerei lernten, auf das Revier geritten, dassich von Rossau gegen Hilgcndorf hinzog. Sie sangenJagdlieder, als sie eine mit vier «aschcn Pferden bespannteKutsche im stärksten Galopp scldein fliegen sahn. „Dassieht aus wie eine Entführung!" sagte Rudolph und jagtemit seinen Gefährten dem Wagen nach. Er war bald er-reicht; ein donnerndes Halt! und sechs im Anschlag ge-haltene Gewehre zwangen den Lenker des Postzuges, denFlug der Rosse zu hemmen. Im Wagen saß Helene, undneben ihr ein Mann, der ihr eine Pistole vor die Brusthielt. „Ei, Herr Basko!" rief Rudolph: „Wohin wol-len Sie mit dem Frauenzimmer?" — „Das geht Sicnichts an!" antwortete des Prinzen Hannibal vertrauterKammerdiener, den Rudolph bei einer Jagd, die der Prinzvor einiger Zeit auf dem Reviere hielt, kennen gelernthatte. Die Jäger zwangen ihn und seinen Helfershelferzum Aussteigen. Der Kammerdiener drohte vergebens mitder Ungnade des Prinzen. Die jungen Männer führtendie beiden Gefangenen zum nächsten Dorfe und übergabensie den Gerichtspcrsonen, um sie mit einer flüchtig aufge-