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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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sich der Madame Fink als ein Privatmann vor und über-gab ihr die Tochter.

Anfangs ging alles lldrtrefflich. Madame Fink zeichneteHclcNcn vor allen ihren Kostgängcrinncn aus, und beschloßsogar, ihren siebzehnten Geburtstag, der in der Mitte desSommers cintrat, i» dem öffentlichen Garten des ItalienersTorelli zu feiern. Helene bat, ihre Mutter und Schwe-ster dazu cinladcn zu dürfen. Madame Fink gewährtenach einigem Bedenken die Bitte. Als sich die Mutterzur Reise in die Stadt entschlossen hatte, schrieb Adelgundeheimlich an Rudolph und lud ihn ebenfalls zum Stelldich-ein in Torclli's Garten. Er kam, sprach mit Adelgundenund ihren Verwandten, mußte sich aber, da ihn die Fest-geberin nicht nöthigtc, in ihrer Gesellschaft zu bleibe», nacheiner Weile znrückzichen und einen andern Platz wählen.

Der Garten ward Abends erleuchtet. Madame Finkdurchwandeltc mit ihrer Gesellschaft die lampenhellen Gänge,Rudolph folgte in einiger Entfernung. Da sah er, daßdrei Männer, die sich durch große, tief in die Augen ge-drückte, runde Hüte und weite Mäntel unkenntlich gemachthatten, Helenen unablässig nachschlichcn, sie endlich in ei-ner einsamen Gegend plötzlich erfaßt und in ein nahes,dunkles Gebüsch gewaltsam hinein rissen. Sie rief umHülfe: Rudolph stürzte mit blank gezogenem Hirschfängerden Räubern nach, warf zwei zu Boden, verwundete dendritten, der mit einem Dolche nach ihm stieß, und brachteHelenen zu den Ihrigen zurück.

Madame Fink benahm sich bei diesem Vorfall so son-derbar , als sey sie mit Rudolphs Einmischung gar nichtzufrieden. Helene verlor auf der Stelle alles Vertrauenzu ihr, erklärte ihr srcimüthig, daß sie in ihrem Hause