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worfen hätte. Die Verspottung der ihm höchst widerwär-tigen Pcruckentracht belustigte den alten Weidmann, under sagte zu seiner Frau: „Wir wollen dem grämlichenKerl den vorräthigen Hirschziemer ins Haus schicken; daswird ihn besänftigen."
Die Sendung geschah. Der Bote kam mit einem Zet-tel zurück, worauf die Worte standen: „Dem Herrn För-ster ergebensten Dank und seinem Sohne Verzeihung! —Eine halbe Stunde nachher saß Rudolph wieder mit Adel-gunden am Lehrtisch, und beide, die schon eine ewige Tren-nung befürchtet hatten, freuten sich herzlich, daß die schlimmeSache so gut abgelaufen war.
Aber im folgenden Winter gab's neue Händel. DerSohn des Pfarrers war von der Universität zurückge-kommen und erregte allgemeine Bewunderung, wenn erauf dem gesrornen Spiegel des großen Teiches, in derNähe des Dorfs, auf Schlittschuhen lief. Rudolph äußertegegen ihn den Wunsch, auch solche Schuhe von Stahl zubesitzen. Der gefällige Student schenkte ihm ein Paar,unterwies ihn im Gebrauch derselben, und die beiden Eis-vögel flogen bald mit einander um die Wette. Einsmalserzählte der Studiosus: man habe auch in der Stadt kleineStuhlschlittcn, in welchen man Damen zu fahren Pflege.Diese Kunde faßte Rudolph schnell auf, und baute sogleich,nach des Studenten Anweisung, ein solches Gestelle, umGundchcn darin spazieren zu fahren.
Man wählte zu dieser Lustpartic einen Sonntag, anwelchem Gundchcns Vater vom Pfarrer zur Tafel gezogenund seine Rückkehr erst am späten Abend zu erwarten war.Aber gegen das Ende der Mahlzeit erzählte das bei Tischeaufwartende Mädchci?: das ganze Dorf laufe nach demTeiche, weil ein seltsames Fuhrwerk, wie noch kein Mensch