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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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zog eine schwarze Aermelweste des Schulmeisters über seingrünes Jäckchen, knöpfte sie von oben bis unten zu, setztesich, mit dem Bakel in der Hand, an den Tisch, und era-minirte Gundchen über allerhand Forst- und Jagdsachcn.Sic bestand so schlecht, daß sie zur Strafe ein Krupps-chen nach dem andern ans die Finger bekam. Geschreiund Gelächter konnten dabei nicht fehlen.

Aber Hefe Schmerz- und Freudentönc unterdrückte plötz-lich ein gewaltiger Dämpfer. Der rechtmäßige Pcrücken-hcrr brach mit dem Ausruf:Ha! du Teufelsbrut!" zurThür herein, riß den Professor der Forstwissenschaft vonfeinem Lehrstuhl auf und korauzte ihn eine Weile in derStube herum, daß er die Wände hätte hinan laufen mö-gen. Dann hob er ihm die Perücke säuberlich vom Kopfeund gab sie dem hölzernen Haupte zurück. Indessen hatteRudolph schon die tüchtig ausgeklopfte Aermelweste vonsich geworfen und floh aus dem Hause.Lauf, lauf, Bube!"donnerte Bärenstein ihm nach:Komm mir nicht wiedervor die Augen!" Adelgunden, die in einen Winkel ge-flüchtet war, drohte er nur mit dem Finger und sagte:Schäme dich, daß du dich mit dem jungen, einfältigenHasenrittcr so gemein machtest! Du solltest deines bedeut-samen Taufnamens, den ich mit gutem Bedacht wählte,immer eingedenk sepn!"

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Am folgenden Morgen bekannte Rudolph seinen Acltcrn,daß er von dem Schulmeister, wegen scherzhaften Aufse-tzens seiner Stutzpcrllcke, verbannt worden scp. Daß erauch geschlagen worden, verschwieg er westlich, weil sichder Vater sonst mit dem Schulmeister unversöhnlich über-