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die mich dereinst aus dem Staube erheben würden. —Run, die Töchter sind da, ob sie mir aber das Wort derProphetin erfüllen werden, das muß ich erwarten."
S.
Adelgunde, die jüngere, ein niedliches, blauäugigesKind von neun Jahren, saß strickend auf einem Bänkchenam Fenster. Rudolph sah hin, das Mädchen sah her; siewaren sich in einem Nu gut geworden. Da Bärenstein,indem er vor dem Stammbaume stand, den jungen Leut-chen den Rücken zukehrte, so schlich Rudolph zu Adelgun-den und bot ihr die geöffnete Rolle des empfangenenNaschwerks. Sie nahm bescheiden eine Rosine heraus unddankte auf die anmuthigste Weise. Vergnügt bat er sie,Len ganzen Vorrath anzunehmen. „Das darf ich nicht,"flüsterte sie ihm vertraut ins Ohr. Dringend wiederholteer seine Bitte, da hüpfte sie, mit der Düte in der Hand,zum Vater und sagte: „Papa! der kleine Wigand will mirseine Rosinen und Mandeln schenken. Darf ich sie neh-men?" — Ohne Bescheid auf diese Frage, wandte sichBärenstein' zu Rudolph und sagte mit ernstem Gesichte:„Vorerst muß ich bemerken, daß es unschicklich ist, ein ebenerst erhaltenes Geschenk sogleich wieder aus den Händenzu geben. Uebrigens will ich die Schenkung genehmigen."— Fröhlich sprang die Kleine nach ihrem Bänkchen zurück,dankte Rudolphen mit einem Druck der Hand, und naschtenun mit Vergnügen.
Am folgenden Morgen stellte sich der angehende Stu-dent früher als die andern Knaben in der Schule ein.„Du kannst doch lesen?" fragte der Meister. „Nein, lie-ber Herr!" antwortete Rudolph: „Ich kenne das Rudel