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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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sich zum Knaben mit der Anrede:Empfange hier dasseit alter Zeit gewöhnliche Handgeld!" Hiermit über-gab er ihm die goldne, mit Rosinen und Mandeln gefüllteRolle.

Wigand, der seine Sache nun abgemacht und keine Lustzu einer weitern Unterhaltung mit dem stolzen Mannehatte, wollte jetzt abtreten; aber Bärcnstein führte ihn amArme zn einem an der Wand befestigten Stammbaumeund sagte:Betrachten Sie hier meinen vormals sehrblühenden, doch leider seit hundert Jahren gänzlich abge-storbenen Stammbaum! Meine Urahnen waren berühmteFeldherren, Staatsminister und andere hohe Herrschaften,auch schon im Mittelalter siegreiche Turnierhelden; aberunglückliche Verhältnisse brachten mein ruhmvolles Geschlechtnach und nach so herunter, daß es sich, in Armuth ver-sunken, seiner adeligen Würde entäußeru und sich theilsdem geistlichen Stande widmen, theils bürgerliche Gewerbetreiben mußte, kuimus Ni-oLs! Mit unserer Herrlichkeitist's aus! Ich so zu sagen ein armseliger Schul-meister, schloß die Reihe, ohne jedoch meinen glorreichenAhnherren Schande zu machen. Lebt' und starb doch auchDionysius, der entthronte Beherrscher von Syrakus,als Schulhalter in Korinth. Das Geschlecht von Bären-stein erlischt mit mir. Ich habe keinen Sohn, der vielleichtvom Glück begünstiget, den verschwundenen Glanz unsererFamilie wieder Herstellen könnte. Vor zwanzig Jahrenweissagte mir eine Zigeunerin: daß mein verdorrenderStammbaum auf's neue erblühen würde. Das bewogmich, geschwind zu heirathen; aber mein Stammbaumempfing keinen neuen Sprößling. Nachher kam mir wie-der einmal eine alte Wahrsagerin in den Wurf, und diesesprach aus: es würden mir zwei Töchter geboren werden,