chcns treuer Dienerin, unterrichtete sie zugleich von derBeschaffenheit seiner lebendigen HülfSqucllc, und bat brin-gend, ihm Mittel und Wege an die Hand zu geben, wieer sich mit Tuschen besprechen könne. Die Unterhändle-rn! machte wenig Hoffnung dazu, doch versprach sic, so-bald sich die erste Möglichkeit einer Zusammenkunft zeige,ihm unverzüglich davon Nachricht zu geben.
Des folgenden Tages verschaffte er sich obrigkeitlicheErlaubnis, die Künste seines Hundes öffentlich darzustellen.Sein Unternehmen gelang über alles Erwarten. Der Zu-lauf der Neugierigen war so groß, daß er innerhalb achtTagen gegen fünfhundert Thalcr gewann.
Eines Morgens kam Tuschens Dienerin eilend zu ihmund sagte: „Wir haben durch einen glücklichen Zufall er-fahren , daß Herr Stange seine Buhlerin auf den Abendzu sich bestellt hat. In dieser Gesellschaft möchte ihn Tus-chen gern von ihrem Vormund ertappen lassen. Sic willdaher gegen Abend ein Verlangen äußern, ihren Freierzu besuchen. Herr Knoll wird diesen Einfall loben undsich stracks mit ihr auf den Weg machen. Aber höchstwahrscheinlich bringt Herr Stange die liederliche Kreaturgeschwind auf die Seite, wenn an seine Thürc geklopftwird. In diesem Falle wünschen wir, daß der verborgeneSchatz durch Ihren sprechenden Hund an's Licht gebrachtwerde. Suschcn bittet Sie deshalb, zwischen acht undneun Uhr unter den Fenstern des Herrn Stange, der ander Ecke der Pomcrauzcustraße wohnt, vorüber zu gehenund laut zu rufen: Wer beliebt, den sprechenden Hund zusehn und zu hören? — Dann wird Suschcn veranstalten,daß Sie ungeladen werden, ins Haus zu kommen."
Ludwig wandte dagegen ein: daß er die Künste seinesHundes nicht auf öffentlicher Straße auszubieten Pflege;