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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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deutlich aus, und begrüßte damit aus eigener Bewegungein Paar Bauern, die gemächlich »eben einander zu Markteritten. Sic wußten nicht, wo der höfliche Zuruf hcrkam,weil Ludwig eben in ein nahes Haus gegangen war, undArgos, das Nciscbiindcl bewachend, allein am Wege saß.Sic blickten links und rechts, und warfen ihre Angen ge-rade auf den Hund, als er seine» Gruß wiederholte.Da stießen sic, von Entsetzen ergriffen, ihren Rößlcin dieFerse» in die Flanke, jagten über Hals und Kopf davon,verloren Kober und Säcke, und Ludwig, der jetzt zurückkam, mußte die ganze Macht seiner Stimme ausbictcn,»m ihre thörichte Flucht zu hemmen und sie zur Anfsam-mclnng ihres verzettelten Eigenthums zu bewegen.

Dieser lächerliche Vorfall überzeugte ihn, daß die Sprach-fertigkeit seines Hundes auf fremde, mit ihr noch nicht be-kannte Menschen einen mächtigen Eindruck mache, und ihmallenfalls, wen» er sie eine Zeit lang in großen Städtenzur Schau stellte, eine hinreichende Summe Geldes ver-schaffen würde, um sich mit Tuschen irgendwo auf demLande häuslich Niederlagen zu können. Es ward ihm auchwahrscheinlich, daß der Nachtgcist seinen Rath nicht andersgemeint habe, und er nahm sich vor, in Olbau die ersteProbe anzustcllen. Er setzte daher, theils wandelnd, theilöin den Nachthcrbcrgcn, den Sprachunterricht fleißig fort,damit sein Lehrling ersprießlichen Beifall cincrnten möge.

Er traf in Olbau ein, versagte sich aber die angenehmeHerberge in Knolls Nachbarschaft, um nicht zu frühzeitigvon ihm bemerkt zu werden. Aber an Tuschen schrieb ersogleich, und meldete ihr: er habe zwar in seiner Hcimathein unerwartetes Unglück gefunden, doch scy er in Besitzeines Hülfmittcls, das ihn bald in den Stand setzen werde,sein Wort zu halten. Dieses Briefchen übergab er Sus-