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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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ligcn Bewohner dieser Ruinen anfsuchcn sollte. Sie lagenvon den übrigen Hänscrn des Dorfes entfernt, und er sahkeinen Menschen umher. Argos faßte ihn am Rockzipfelund bemühte sich, ihn vom Platze hinweg zu ziehen. Erfolgte fast bewußtlos dem Thiere. Es führte ihn nach deinPfarrhause. Er klopfte furchtsam an die wohlbekannte Stn-dicrstube.

Der Pfarrer trat heraus, sah ihn fremd an, und fragtenach seinem Namen und Begehren. Ludwig nannte sich.Der Geistliche schlug die Hände über dem Kopfe zusammen,führte ihn in die Stube und erzählte ihm Folgendes:Essind heute gerade vier Woche», als wir eine Stunde nachMitternacht durch Feucrgcschrci aus dem Schlafe gewecktwurden. Die Mühle stand in Flammen. Beherzte Män-ner drangen hinein, fanden Ihren Vater mit Wunden be-deckt, und sammt allen Hausgenossen mit Stricke» gefesselt.Die Unglücklichen wurden den Flammen entrissen; aberdas Gebäude war nicht zu retten. Ich nahm Ihren Va-ter bei mir auf, und erfuhr von ihm die Geschichte seinesUnglücks. Es waren am Abend vor der Schrcckcnsnachtsieben oder acht furchtbar anssehcnde Männer zu ihm ge-kommen, hatten sich für reisende Mühlknappcn ausgcgcbenund Nachtlager begehrt. Er vcrsagt's ihnen, und da sienicht weichen wollen, ruft er seine Leute zusammen undtreibt die Fremdlinge mit Gewalt aus dem Hause. AberNachts gegen zwölf Uhr kommen sie verstärkt zurück, stür-men die Thür auf, überfalle» den Vater mit Mordgeweh-rc», verwunde» und binden ihn, rauben ihm dreitausendThalcr in Gold, flecken das Haus in Brand und eilendavon. Der arme Vater überlebte diese gräßliche Begeben-heit mir vier und zwanzig Stunden. Er starb in meinemHause."