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„Das paßt vortrefflich!" sagte das Mädchen. „Suschcnstammt auch vom Lande und sehnt sich wieder dahin. IhrVater war ein armer Dorfprcdigcr, der sie zwar gut er-zog / aber ihr nichts als ein paar Dutzend alte Bücherhintcrlicfi, die Herr Knoll schon größtenteils zu Tabaks-zündcrn verbraucht hat."
Vergnügt griff Ludwig nach der Feder; er wollte wie-der an Suschcn schreiben; aber das Mädchen sagte: sielönne sich keinen Augenblick länger aufhaltcn, weil HerrKnoll um diese Zeit aus dem Wcinhansc zurück kommeund dann hundert Dinge zu befehlen habe. Ludwig sahsich also gezwungen, der Geliebten mündlich sagen zu las-sen: er reise sogleich zu seinem Vater, um mit demselbenEinrichtungen und Maßregeln zu ihrem Besten zu verab-reden ; er komme jedoch längstens in drei Wochen nachOlban zurück und werde dann nicht eher ruhen, bis er sicans ihrer traurigen Lage befreit habe.
Mit diesem Aufträge lief die Vertrante fort; und indemsie aus dem Hause schlüpfte, kam schon Herr Knoll miteinem weinrothcn Gesichte die Straße herauf und drohteihr, nach seiner groben Weise, mit aufgehobenem Stocke.Ludwig wußte wohl, daß es dem Mädchen nicht an einerNothlüge fehlen würde, den Gang in den Gasthof zu ver-antworten; er aber fand cs nun rathsam, sich nicht weiteram Fenster sehen zu lassen, weil sonst der Alte den gehei-men Verhandlungen leicht auf die Spur kommen und al-lenfalls das Mädchen durch Schläge zur Beichte der Wahr-heit zwingen könnte. Neberdieß ging die fahrende Post, mitwelcher Ludwig nach seiner Heimath reisen wollte, in dernächste» Stunde ab; er packte daher geschwind zusammen,bezahlte seine Zeche, verließ durch die Hinterthür den Gast-Hof, setzte sich ans den Postwagen und fuhr zum Thor hinaus.