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ßig, daß der Lauscher im Gasthofe eine halbe Stunde langvergebens hoffte und harrte, einen Bück zu gewinnen.Endlich war er so glücklich; er verbeugte sich schnell; siestutzte crröthcnd, schien sich aber sogleich seiner zu erinnernund dankte freundlich. Ihre Schönheit entzückte sein Auge,ihre Leide» rührten sein Herz; er schwor in seiner Seele,sic den Händen des Fauns z» entreißen.
Indem er diesen Entschluß faßte, sah er das Dienst-mädchen, das Tages vorher dem großen Dorfhundc einenBraten zugctragcn hatte, aus Knolls Hanse kommen »nddie Straße hinab gehen. Das gutmüthige Gesicht derjungen Dirne brachte ihn auf den Gedanken, ihr eine Be-stellung aufzutragen. Er eilte ihr nach, redete sie an,fand sic dem guten Snschen sehr ergeben, und vertrauteihr deshalb ein Blättchen an, worauf er hinter einer Haus-thüre mit Bleistift schrieb: „Thcuerstc, rechnen Sie ans diefeurigste Thcilnahmc eines unbekannten Freundes, der Gutund Blut daran setzen wird, Ihnen ein besseres Loos zubereiten." —
Die Dirne flog mit dem Briefchen nach Hanse. AuchLudwig ging in seine Wohnung zurück und blickte hinterder Fenstergardine zu der Geliebten hinüber. Er sah sicschreiben, und bald darauf ward an seine Thür geklopft.Es war das Dienstmädchen, mit einem Blatte von Tus-chens Hand. „Ihre Thcilnahmc," schrieb sic, „rührt michinnig, und ich würde mich glücklich preisen, wenn Sic derRetter wären, den ich mir täglich vom Himmel erbitte." —
„Ja, bei Gott! ich will cs scpn!" rief er, »nd küßiedie Schrift. „Die Sache hat nnr ein einziges Aber, dasmich ängstet. Ich befürchte, Snschen hält mich für reicherund vornehmer, als ick's bin. Mein Vater ist nnr einwohlhabender Landmann."