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setzte, seine Reift ziemlich anständig mit der öffentlichenPost zu machen. Der Mittelpunkt seines Weges wareine große, volkreiche Stadt, die wir Olbau nennen wol-len. Hier gefiel cs ihm, und er verließ die Post, um andiesem Orte einige Tage auszuruhen. Nach wieder ge-sammelten Kräften durchstrich er gut gekleidet die Stadtund ging hinaus vor ein Thor, wo die schöne Welt unterschattigen Bäumen spazierte. Der wohlgewachftne, blü-hende Mann, der während seiner theatralischen Wanderun-gen keine Gelegenheit versäumt hatte, seinen Körper inden Schulen der Tanz- und Fechtkunst zu bilden, wardhier ans der Promenade von mancher blendenden undprangenden Schönheit bemerkt und freundlich angesehen:er aber hatte nur Augen für ein sanftes, wundcrlicblichesMadonnengeficht, das er in der Mitte zweier alte», häß-liche» Männer erblickte. Der eine war äußerst hager undglich einem Faun. Ihm fehlten zwar die Ziegcnohrenund Bocksfüße z er hatte aber die kleinen, wollüstig fun-kelnden und zugleich spitzbübischen Augen der Waldgöttcr,ihr arglistiges, grinsendes Lächeln, kurz, ihr ganzes Gau-ncrgcficht. Er schlotterte in weiter, altmodischer Kleidung,die aus dem Nachlaß einer hohen Standcspcrson herzu-stammen schien, an der linken Seite der jungen Frauens-person, hielt ihren Arm in dem seinigc» gefangen, undsprach ihr immer mit widriger Zärtlichkeit ins Ohr. Sieaber schlug betrübt die Augen nieder, als würde sie voneinem Gerichtsdiencr ins Gefängniß geführt. Ihr zur rech-ten stapfte ein breiter, vierschrötiger Mann, mit der rohen,übermüthigen Gcberdc eines aufgeblasenen SchrnkwirthSoder Bierbrauers, der eben an seinen ge'cgncten Haus-stand denkt, und zu jedem, der ihm begegnet, in Gedankensagt: Du bist gegen mich ein armer Schlucker! — Er