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werfen. Er wandcrtc also tiefer in die Welt hinein, spielteauf verschiedenen beweglichen Bühnen, verliebte sich inmanche Theaterprinzcssin, »nd cs erging ihm nicht besser,als bei Theresen. „Untreue, dein Name ist Schau-spielerin!" rief er aus, und that einen Schwur, seinHerz an kein Mädchen dieses Standes weiter zu fesseln.
Nach Verlauf einiger Jahre wurden ihm die theatrali-schen Irrfahrten überhaupt in einem solchen Grade zuwi-der, daß er lieber sterben, als dieses unsichere, schwan-kende Leben fortsctzen wollte. Er zog eben als erster Lieb-haber mit einer Gesellschaft, die Mangel und Unglück vonOrt zu Ort verfolgten. Sie scheiterte endlich an dieKlippe des Hungers. Die Könige und Helden wurdenwieder Lakaien, was sic vorher waren; der zweite Lieb-haber griff zum verlassenen Pudcrbcutcl; der Lustigmacherwar an allen nützlichen Kenntnissen so arm, daß er Ar-mcnvogt werden mußte; einige andere ginge» Wege, aufwelchen sie diesem ehemaligen Mitbrudcr, nachdem er mitseiner neuen Würde. bekleidet war, vorsichtig auswichen.Ludwig hatte zu dergleichen Standcsvcränderungcn keineLust. Er entschloß sich lieber, nach Hause zu gehen undwie der verlorene Sohn im Evangelium Zusagen: „Vater,ich habe gesündigct!" — Vor Mißhandlungen war ihmjetzt weniger bange. Er hoffte, die Freude des Wiederse-hens nach so langer Trennung würde seinen Vater ent-waffnen. In jcrcm Falle schien cs ihm besser und leichter,die ersten Ausbrüche des väterlichen Zorns zu verschmer-zen, als länger ein wildes Vagabundenleben zu führenund zuletzt enterbt zu werden.
Er war von seiner Hcimath über hundert Meilen ent-fernt. Glücklicher Weise hatte er sich in den letzten Jah-ren einen Nvthpfcnnig erspart, der ihn in den Stand