damit cr nicht alsobald Lei ihr ausgespurt und durch dengerichtlichen Arm in die Heimath zurückgebracht werdenkönnte.
Nach vier oder fünf Wochen hatte er das Vertrauendes Vaters in einem solchen Grade wieder gewonnen, daßer von demselben sechs Meilen weit zu Pferde verschicktwurde, um einen bedeutenden Handel zu schließen. Erritt fort und kam nicht zurück. Der Vater war außersich, sandte Boten aus, forderte ihn zur Rückkehr durchdie Zeitungen auf und drohte mit Enterbung. Alles um-sonst! Ludwig kam nicht wieder.
Er langte glücklich bei den Schauspielern an und ward,da er eine schwere Geldkatze mitbrachtc, jubelnd empfangen.
Er bat um Rollen, erhielt sie und schwang sich in kur-zer Zeit zum Matador der Gesellschaft auf. Die Liebewar seine Lchrmeisterin; sie ließ aber ihren Zögling baldim Stiche. Therese fand neue Anbeter, die ihn durch Ge-schenke bei ihr ausstachen: denn von seiner Katze, die ihnbei dem eigennützigen Mädchen in Gunst gesetzt hatte, warnur der entseelte Körper noch übrig. „O Therese! The-rese!" sprach er mit thräncnden Augen: „Du bist nichtmehr wie sonst! Ich verließ aus Liebe zu dir mein väter-liches Haus; es ist mir auf ewig verschlossen, und nunverschließt sich mir auch dein Herz!" — Die Treuloseblieb unempfindlich; sie liebäugelte mit seinen Nebenbuhlernnach wie vor. Da ward er wild und trennte sich ohne.Abschied von ihr und ihren Genossen.
Arm und des hcimathlosen Lebens überdrüssig, sehnteer sich ins Vaterhaus zurück; doch er wußte, daß cr dortübel empfangen werden würde, und dieser Behandlungwollte cr sich, nachdem er ein halbes Jahr lang auf demTheater als König und Kaiser regiert hatte, nicht unter-