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sein spanisches Rohr. »Sich, Bube, diesen Stock schlag'ich aus dir entzwei, wenn du noch ein einziges Wort da-von sprichst! Denkst du denn nicht daran, daß du derSohn eines Mannes bist, der eine Mühle von vierzehnGängen besitzt? — Ich könnte, wen» ich sonst wollte,eine solche Bande auf meine Kosten unterhalten, und du,mein einziger Sohn und Erbe, willst mit ihr wie einBettler herumschweifcn?" —
Der Schlaukopf lenkte hurtig ein, erklärte sein Vorha-ben für eine Uebcrcilung und bat demüthig, der albernenSchwindelei zu vergessen. Er wollte durch diese schein-bare Reue und Bekehrung den Zorn des mächtigen Dorf-gebietcrs von der Schauspiclcrgcsellschast ablenkcn; dochdas gelang ihm nicht. Der Vater lockte ihn, unter demVorwände eines Geschäfts, in eine abgelegene Kammer,schloß ihn ein, ging in den Gasthof, und befahl den Schau-spielern, das Dorf innerhalb einer Stunde zu räumen.Sie waren, da ste dort keine Seide spannen, sogleich wil-lig dazu, und zogen davon.
Ludwig mußte einen vollen Tag in seinem Kerker aus-halten, und erfuhr indessen nicht, was im Wirthshausevorgcgangcn war. Kaum in Freiheit gesetzt, lief er dahin.Himmel! wie erschrack er, als er die Verweisung der Frem-den erfuhr! Dieser Gewaltstreich war ihm ein Donner-schlag: denn mehr noch, als die Schauspielcrkunst, liebteer Theresen, die Tochter des Direktors, ein schönesMädchen von siebzehn Jahren. Er faßte auf der Stelleden festen Vorsatz, der Geliebten heimlich zu folgen. Dochschien es ihm rathsam, diesen Entschluß erst nach einigerZeit auszufuhren. Er wollte indessen den lauernden Vatersicher machen, und die Gesellschaft, deren Reiseplan ihmbekannt war, über die Landesgränze voraus gehen lassen,