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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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wo ihn niemand kannte, mit einem Lohnkutscher, und nahmdort, unter dem Namen des Grafen Hollbeck, Ertrapostnach Dresden.

Hier angckommcn, ging er in einem sehr feinen, mitdem Johanniterkrcuze bczeichnctcn Kleide des Grafen aufdie Post, nannte sich Graf Hollbcck, und forderte den anihn addrcssirten Koffer. Er empfing ihn ohne Umstände,weil das Siegel des Begleitbriefes mit dem vorgezeigtengräflichen Wappen übereinstimmtc. Er ließ seine Beutein den Gasthof schaffen, wo er abgetreten war, nahm Er-trapost nach Wien, und nannte sich nun in den böhmi-schen und österreichischen Posthäuscrn Graf von Kronen-burg. Der ihm nachgcsandtc Steckbrief der erst nachVerlauf von acht Tagen, in welchen man von Stunde zuStunde seiner Rückkehr entgegcnsah, ausgcftrtiget wurde konnte ihn nicht zur Hast bringen, weil er darin alsein in der Livree entwichener Bedienter geschildert war,und man nicht wußte, daß er das gestohlene Gut nach Dres-den versandt hatte, was doch der Herr Gcrichtsverweser,wenn er etwas schlauer und umsichtiger gewesen wäre, aufder nächsten Post erfahren konnte.

In Wien lebte er einige Monate herrlich und in Freu-den. Als ihm aber der Freund des Grafen Hollbcck, dener oft Lei der Tafel bedient hatte, hier und da zu Gesichtkam und er die auf sich gerichtete Aufmerksamkeit bemerkte,auch die von Jenem angcstclltcn geheimen Nachforschungenerfuhr, da hielt er sich in Wien nicht mehr für sicher. Erfloh, und kam unter dem Namen eines Grafen von Jm-menstein in Berlin an.

Wie ihn dort sein eigenes Bildniß vcrrieth, hörten wiraus dem Munde des Grafen Hollbcck.

Man fand bei dem Diebe nur noch fünfzehn: Louisd'or.