nen. Man gab seinen dringenden Bitten nach, stellte ihnvorerst als Lampenputzer an, und ließ ihn dann, als Bärin der Zauberflöte, die Bühne zum erstcnmale betreten.Nachher erschien er auch in eigner menschlichen Gestalt,doch nur in sehr unbedeutenden Rollen, auf den Brctern.Neid und Kabale ließen ihn, wie er sagte, nicht emporkommen. Darum verließ er nach einigen Jahren dieseBühne, und entlief dem Vater, um sein Glück in der Weltzu versuchen.
Er trat in den Dienst eines Schriftstellers, der ein Tag-blatt herausgab, und auch die theatralischen Vorstellungendarin beurtheilte, obgleich er selbst das Schauspiel nie be-suchte. Er spielte des Abends lieber eine Partie Whist ineiner geschloffenen Gesellschaft." Indessen mußte sein Schrei-ber Flink ins Theater gehen, die Schauspieler scharf beob-achten , und über ihr Spiel sogleich einen kritischen Aufsatzentwerfen, der dann, von dem Herausgeber in einzelnenWorten verbessert, schnell in der Nacht gedruckt wurde.Am Morgen trug Flink das Blatt in die Häuser derZhcil-nehmer, die darauf unterzeichnet hatten. Unter diesen be-fand sich auch eine Sängerin, die cinsmals etwas bittergetadelt worden war. Am nächsten Morgen, als sie, ausdem Fenster sehend, ihn ins Haus treten sah, schoß sie wieeine Furie aus ihrem Zimmer und empfing ihn oben ander Treppe mit so gewaltigen Ohrfeigen, daß er beinaherücklings wieder hinab gefallen wäre. Das Blatt riß sieihm aus der Hand, trat cs mit Füßen, und verbot ihm,sich nie wieder damit vor ihre» Augen sehen zu lassen.Wüthend lief er nach Hause, zeigte seinem Prinzipal dieunter der kräftigen Hand der Künstlerin geschwollenen Ba-cken, und sagte: er möge künftig sein Blatt selbst hcrum-tragcn, und dergleichen klingende Münze, als Botenlohn,