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„nt hohlem Magen zwei bis drei Meilen nach Hause fah-re» muß, und auch dort nichts findet."
„Q! die gnädige Frau," sprach der Dritte, „werdenwohl erlauben, daß wir uns hier erst satt essen und einGlas Wein auf Ihre Gesundheit trinken, ehe wir uns Ih-nen zu Gnaden empfehlen."
„Küche und Keller, meine Herren," antwortete dieTrauernde, „stehen Ihnen zu Befehl; verlangen Sie nurnicht, daß ich Ihnen Gesellschaft leiste. Der Boden brennthier unter meinen Füßen! Leben Sie insgesammt wohl!"
Sie verließ eilend den Saal, warf in ihrem Wohnzim-mer die hochzeitlichen Kleider von sich, und fuhr nach derStadt.
Hier ließ sie sogleich, um ihre Reue durch ein gutesWerk an den Tag zu legen, eine gerichtliche Schenkungdes Gutes Linnthal an ihre Stieftochter aufsetzen, sandtedie Urkunde Ottilien zu, und reiste noch in derselbenStunde nach Paris, um dort, unter ihrem wieder ange-nommenen Vaternamen, im Hause eines Oheims still undverborgen zu leben.
Der verhaftete Betrüger war (nach seiner Aussage beidem mit ihm angestellten Verhör) in Mainz geboren, undder Sohn eines Schneiders, Namens Flink, der für diedamals dort befindliche Theatergcsellschaft arbeitete. AlsBursch von sechszchn Jahren trug der Sohn die fertigenKleider in die Garderobe, und erhielt dann und wann»als Trinkgeld, ein Billet zur Gallerie. Dadurch ward ihmdas Bühnenwescn höchst anziehend, und es entstand in ihmder Wunsch, sich selbst der Schauspielkunst widmen zu kön-