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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
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Seite
51
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tcn, daß ich den Schelm, den ich suchte, gefunden hatte.Um mir ihn aber nicht entwischen zu lassen, bat ich umBegleitung der Soldaten, die ihn vorhin nach dem Cri-minalgefängniß in der Residenz abführten."

Die Baronin, die während der Erzählung des GrafenHollbcck in völliger Erstarrung auf ihrem Stuhle geses-sen hatte, schlug jetzt die Hände über dem Kopfe zusam-men und ries schluchzend aus:Gott, wie unglücklich hatmich meine Verblendung gemacht! Ich werde hart da-für gestraft, daß ich meinen alten ehrwürdigen Gatten mitVerachtung behandelte und ihn verließ, um mich einemverbrecherischen Buben in die Arme zu werfen. Wehemir!weh mir Unglückseligen! ich bin nicht zu retten. Reue undSchande verfolgen mich bis ins Grab."

Sic wandte sich nun zu der staunenden Gesellschaft, diezum Theil noch den Suppenlöffel, auf dem halbe» Wegezum Munde, in der Hand hielt.Sic sehen, meine Her-ren und Damen, welch' ein Schlag des Schicksals michtrifft! Ich lud Sie zu einem Freudenfeste; aber der heu-tige Tag ward der unglücklichste meines Lebens! VerzeihenSie mir die Bitte, dieß entehrte Haus zu verlassen. Ichselbst flieh' es sogleich, und werd es nie wieder betreten."

Die Gesellschaft erhob sich; die Herren riefen ihren Be-dienten zu, die Wagen wieder anspannen zu lassen. Nurdrei wohlbeleibte Landjunker konnten sich nicht zum Auf-bruch entschließen.Es ist Jammerschade um das schöneEssen, das nun doch schon gesotten und gebraten ist," sagteder Eine.

lind cS ist schmerzlich," fiel der Andre ein,wenn man