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ben würde. Ich suchte den Menschen auf. Er war eingeborener Wiener, hatte dem Grafen von Kroncnburg nurzwei Monate gedient und wußte nichts von ihm, was mirzur klaren Enthüllung der räthselhaftcn Person hätte die-nen können. Zuletzt erfuhr ich noch von dem Burschen,daß der Graf seinen Weg nach Berlin genommen; dochhielt ich's nicht der Mühe Werth, ihm über Hals und Kopfnachzurciscn, da ich vermuthcn konnte, daß er mein Goldschon größten Thcils in Wien verschwendet habe und nichtmehr viel davon zu retten ftp» werde. Ich belustigte michdaher sechs Wochen lang in Wien, und reiste dann hier-her, wö ich im Polizeiamte fragte: ob vor einigen Mo-naten ein Graf von Kroncnburg aus Wien hier eingetrof-sen ftp. Man schlug ein Buch auf und sagte: „Nein, csist um diese Zeit nur ein Graf von Jmmenstein aus Wienhier angekommen." Ahnend, daß der Bube seinen in Wiengeführten Namen abermals verändert haben könne, fragteich nach seiner Wohnung. Sie ward mir bezeichnet undich ging dahin. Der Hauswirth berichtete mir: der Grafbefinde sich auf dem Landgutc Linnthal, und werde sich,dem Vernehmen nach, mit der Besitzerin desselben nächstensvermählen. Ich forschte nach verschiedenen Kennzeichen sei-ner Persönlichkeit. Diese Fragen, sagte der Wirth, sollIhnen der Graf selbst beantworten. Er führte mich inein Nebengemach, und ich erschrack beinahe vor dem inLebensgröße gemalten und zum Sprechen ähnlichen Bild-nisse des Spitzbuben, das, an die Wand gelehnt, der Thürgegenüber stand. Der Maler hatte das Gemälde erstvor einer Stunde übersandt, und man erwartete jeden Au-genblick dessen Abholung. Es war mit zwanzig Louis'oorvon meinem Golde bezahlt worden; diese waren für michaber nicht verloren, da sie mir die Uebcrzcugung verschaff-