als der kriechende Schulmeister ein Lebehoch ausbrachtc,stimmte Niemand mit ein.
Wie wenig er beliebt war, erfuhr er unter andern aucheines Abends, als er mit seiner Verlobten Arm in Armum das Dorf herum lustwandelte. Sie kamen an denWeideplatz der Dorfkühe. Die guten Thicrc sahen daszierlich einhcrtrctende Paar dumm und ehrlich an. Derläppische Graf hatte den unglücklichen Einsall, seinen gro-ße» Hund unter sie zu Hetzen. Einige flohen; andere blie-ben tapfer stehen, stampften trotzig mit dem rechten Vor-derfußc, senkten den Kopf und zeigten dem Ruhestörer ihreWaffen. Er rannte, wiewohl mit Vorsicht, gegen sie an,und suchte sic mit grimmigem Gebell zum Weichen zubringe».
Der Mann der Kühe, ein großer schwarzer Stier, genoßin einiger Entfernung ruhig sein Abcndbrod. Der Lärmdes Maulhelden machte ihn aufmerksam; er hob den Kopf,sah seine Weiblein bedrängt, und entschloß sich schnell, ih-nen beiznstehn. Er stieß als Kriegserklärung ein dumpfesGebrüll aus, und ging in kurzem Trabe auf den Feindlos. Dieser unterstand sich, ihm bellend entgegenzufah-ren; aber der Stier schoß wüthend auf ihn zu und wollteihn mit den mächtigen Hörnern packen, um ihn eine Luft-reise machen zu lassen. Erschrocken floh der Hund, vomschwarzen Riesen verfolgt, zu seinem Herrn; aber derGraf, dessen Herzhaftigkeit wir schon kennen, fand's auchnicht räthlich, stehen zu bleiben; er lief mit dem Hund umdie Wette. Sie nahmen ihre Flucht durch's Dorf, wo dieBauern mit Weib und Kind vod ihren Häusern saßen und