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Indessen gefiel cs dein Grafen von Jmmenstcin nochimmerfort in Linnthal, wo man dem werthcn und gelieb-ten Gastfrcundc seinen Aufenthalt möglichst angenehm machte.Er hatte, da er Ottilien, die er Anfangs zn seiner Lieb-schaft erkoren, schon versagt fand, »nd Arnold ihm diesenBescheid sogar mit der Klinge ans den Rücken schrieb, seineZärtlichkeit ganz der Baronin zugewandt, und sich mit derinnigsten Erwiederung von ihr beglückt gesehen. Dadurchermuthigct, warb er, als sie geschieden war, um ihre Hand,und bald nachher ward die Verlobung des Grafen vonJmmcnstein mit der geschiedenen Freifrau von Blachfcldin den Zeitungen und durch umher geschickte Karten be-kannt gemacht.
Alle Bewohner Linnthals trauerten, daß der edle Blach-feld, der ihnen manche Wohlthat erwiesen, manches Be-drängnis' von ihnen abgcwandt hatte, mit ihnen außerVerbindung kam, und sic nun den fremden Grafen, dersic gleich bei seiner Ankunft mit Peitsche und Zunge be-leidiget hatte, als ihren Gebieter, wenigstens als Mitrc-gentcn, anerkennen und verehren sollten. Er versuchtezwar, von seiner Braut dazu veranlaßt, ans mancherleiWeise sich beliebt zu machen. Jeder Gruß, den er voneinem Dorfbewohner erhielt, ward mit freundlichster Her-ablassung erwiedert; er ließ ein Dutzend arme Kinder neukleiden, gab der Gemeine ein reichliches Freibier, dabei einstattliches Tanzfest, und walzte in hoher Person mit eini-gen der hübschesten Dirnen um die Säule herum. Den-noch mußte er sehen und hören, daß die umhersitzcndenZecher da und dort die Bierkrüge zusammen stießen undausricfcn : „Unser guter Baron Blachfcld soll leben! hoch!"Auf des Grafen Gesundheit ward nicht getrunken, und