Druckschrift 
4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
41
Einzelbild herunterladen
 

41 S-o

darin lustwandeln können, ohne uns auf dem Fuße znfolgen."

Mir gefällt aber dieser Weg;" versetzte der Graf:Sie können ja auch einen andern cinschlagcn."

Wir geben Ihnen nach;" sagte Arnold und betrat dennächsten Pfad, der abwärts führte.

Aber nach fünf Minuten war ihnen der Graf wiederauf der Ferse.

Nasch ging ihm Arnold zn Leibe und sagte:Herr!Sie beleidigen mich so frech und vorsätzlich, daß ich Ge-nugthuung von Ihnen fordern muß. Holen Sic IhrenDegen und folgen Sic mir in das Wäldchen hinter demGarten, wo wir unsere Sache kurz und schnell ausmachcnwollen."

Diese Ehre muß ich verbittensagte der Graf mitstolzem Hohn.Sie, Herr Lieutenant, sind nicht meinesStandes; Graf Jmmenstein schlägt sich mit keinem Bür-gerlichen."

Nun, so wird der Graf geschlagen!" rief Arnold, zogzugleich vom Leder und versetzte ihm mit der flachen Klingeeinige Hiebe. Was that der Graf? Wie ein Knäblein,das von seinem Spiclgcsellcn ein Kläppschen bekommen,Mutter! Mutter! schreit: so rief der Graf im kläglichstenTone:Frau Baronin! Frau Baronin! man thut mir inIhrem Garten Gewalt au!"

Ei, so laufen Sie zur Frau Baronin!" sagte Arnold,und fuchtelte ihn, da er jetzt wirklich die Flucht nach demSchlosse hin ergriff, zum Garten hinaus.