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sogleich durch meinen Bedienten ersuchen lassen, unscrnMittagstisch in diesem Zimmer anzuordncn."
„Das geschieht ohncdieß; sie hat mir's schon angekün-digt;" sagte das Fräulein. „Sie gab vor: der Graf habegleich beim ersten Anblick eine lebhafte Neigung zu mirgefaßt, deren Aeußerungcn mich, die Verlobte des Lieute-nants Arnold, belästigen würden."
„Ganz recht!" sprach der Major. „Sie will den HerrnGrafen für sich allein behalten, und ich will ihm, da lei-des Höllcnlcbens mit diesem Weibe ganz überdrüssig bin,gern Platz machen."
Mittags ward ein sehr spärliches Mahl anfgctragen.Die Speisen waren nicht besser, als sie der Dienerschaftgewöhnlich gereicht wurden. Von den Pasteten und an-dern Leckereien, welche die Baronin Tages zuvor in derStadt gekauft und mit aufs Land genommen hatte, kamnichts zum Vorschein. Auch das Glas Wein, das derMajor seit vielen Jahren beim Mittagsessen zu trinkenpflegte, entzog sie ihm. Vater und Tochter aßen dennochvergnügt, da ihnen das herrische, schnöde Wese» der Ba-ronin , dem sie meistens bei der Tafel freien Lauf ließ,jeden Bissen vergällte.
Nachmittags ging der Baron wieder ins Wirthshans,um zu sehen, ob der aus der Stadt berufene Wundarztangekommc» scp. Er stieg eben aus dem Wagen. DerMajor empfing ihn mit Dank für seine schnelle Herkunftund führte ihn ans Bett des kranken Kindes. Er war,als er den Armbruch untersuchte, mit dem Verfahren sei-nes ländlichen College« ganz unzufrieden. „Welche Pfu-scherei !" rief er aus. „Das Kind hätte, bei so fortgesetz-ter Behandlung, zeitlebens einen krummen Arm behalten.„Er verbesserte den Fehler, verbat jede fernere Einmischung