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des gebrochenen Armes beschäftiget. Der Major setzte keinsonderliches Vertrauen in die Heilkunde des alten Quack-salbers , schrieb daher ans der Stelle an einen berühmtenWundarzt in der Stadt und lud ihn ein, unverzüglich nachLinnthal zu kommen. Diesen Brief sandte er mit einemreitenden Boten ab und versprach de» Eltern, die sämmt-lichcn Kosten der Heilung zu übernehmen.
Nun ging er ins Schloß, dessen Pforte, nach aufgeho-bener Belagerung, geöffnet war. Er fand seine Gemahlinund den Grafen bei einem Gabelfrühstücke in der heiterstenStimmung. Mit schnell verfinstertem Gesicht und frostigcrwiederte fie den Gruß des Eintrctcndcn, und stellte ihm,da es sich nicht anders thun ließ, den Grafen vor, dersich schweigend und nachlässig verbeugte und geschwind zuseinem Teller zurückkehrte. Es mißfiel dem Major, daßder junge Herr so wenig Umstände mit ihm machte, under bekam Lust, ihn dafür zu strafen. „Ich bedauere, HerrGraf," hob er an, „daß mein erstes Wort mit Ihnen eineMißbilligung Ihres Betragens gegen die hiesigen Landleutesch» muß. Sie haben, wie ich schon vor dem Thorc desSchlosses hörte, das wackere Volk mit Peitschcnschlägcnund Schimpfreden gcmißhandelt. Das konnte schlimmeGegenwirkungen veranlassen, und Sie hatten auch in derThat kein Recht zu Ihrem Verfahren, Herr Graf!"
„Es war Nitterpflicht, die Frau Baronin zu schützen;"antwortete Jener. „Darum wundert's mich, Sie alsSachwalter und Verthcidiger des Pöbels gegen mich auf-trcten zu sehen."
„O, sprechen Sie nicht von Pöbel!" sagte der Major.„Auch der Aermste und Geringste gehört nicht zur Klaffedes Pöbels, wenn er ein rechtschaffener, gutdcnkcndcrMann ist. Wohl aber findet man oft in den höhernStänden —"