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Kind brach einen Arm und schrie jämmerlich. Die ver-sammelten Frauen des Dorfes stießen ein Mordgeschreiaus; die türkische Leibwache empörte sich und fiel denPferden in die Zügel; aber Graf Jmmcnstcin, der zu Roßden Wagen begleitete, stürzte sich unter die Rebellen undjagte sie in die Flucht; der Kutscher hieb auf sein Gespann,die muthigen Hengste durchbrachen das Getümmel und dieFreifrau gelangte ohne weitere Anfechtung ins Schloß.
Als ihr Gemahl eine Stunde nachher eintraf, fand erdie Burg förmlich belagert. Holzärte und Hcbebäumestürmten gegen das verschlossene Thor. Aber die Erschei-nung des alten, bei der ganzen Dorfschaft beliebten Herrnstillte sogleich den Tumult. Der Major stieg aus demWagen und fragte nach der Ursache des Auflaufs. Manerzählte ihm, wie seine Gemahlin des Schenkwirths Toch-ter gemißhandelt; besonders aber beklagten sich Viele, daßsie ein Fremdling, der ein Graf seyn solle, mit der Reit-peitsche ins Gesicht gehauen und die ehrenrührigsten Schimpf-reden ausgestoßen habe. Auf diesen groben Menschen, füg-ten sie hinzu, scp ihr Vorhaben, ins Schloß einzudringen,abgesehen gewesen; sie hätten ihm Gleiches mit Gleichemvergelten wollen.
„Beruhiget euch für jetzt und geht still nach Hause!"sagte der Major. „Ich werde das euch widerfahrnc Un-recht möglichst wieder gut machen."
Mit unzufriedenem Kopsschüttcln und leisem Murrengingen die Bauern langsam aus einander. Herr vonBlachfeld begab sich ins Wirthshaus, um das kranke Kindzu besuchen. Er fand den Dorfbader mit dem Verbände