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,,Don! Lon!" rief der Graf, und empfahl sich mit demVersprechen, morgen in Linnthal einzutreffen und einigeWochen da zu bleiben.
Die Gemeine zu Linnthal, von der nahen Ankunft ihrerGebieterin unterrichtet, machte feierliche Anstalten zu ihremEmpfang. Die guten Leute wollten sich damit den Wegzu'verschiedenen Begünstigungen bahne», die sie zu erlan-gen wünschten. Der Schulmeister dichtete, nach der Melo-die eines Kirchenliedes, einen Jubelgesang und stellte sichmit seinem Sängcrchore an die Gränze der Dorfmark, woeine Ehrenpforte erbaut war. Acht oder zehn junge Bauernhatten sich als Türken verkleidet und ritten mit Hurrahund andcrm wilden Geschrei dem herrschaftlichen Wagenentgegen. Sie waren nicht so bescheiden und vorsichtig,als die löbliche Judenschaft eines Städtchens in P", dieguch in türkischer Tracht ihrem neuen Landesherrn entge-gen ritt, ihm aber, als sie an seinem Wagen angekommenwar, tröstlich zurief: „Fürchten Sie sich nicht, Ew. Maje-stät! Wir sin keene Türken!" —
Die Baronin langte, vom Schulmeister angcsungen undvon der Türkcngarde umringt, bei der Ehrenpforte an.Auf derselben standen weißgekleidete Mädchen, die bei derDurchfahrt Blumengewinde in den Wagen hinablaffen soll-ten. Unglücklicher Weise beugte sich des Schcnkwirths Töch-tcrlein zu weit vor und fiel in den offenen Wagen hinein.Heftig erschrocken, rächte sich die Baronin an dem armenKinde mit grimmigen Ohrfeigen und warf es in rasenderWnth ans dem Wagen, so dringend auch Ottilie, die ne-ben ihr saß, die grausame That zu hindern strebte. DasLnugbein'S sämmtl. Schr. VIII. Bv. 3
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