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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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wünschte, daß er mich durch mein ganzes Leben begleitenmöchte. Es ist freilich ein sehr frühzeitiger Wunsch-"

Und kommt dennoch zu spät;" fiel die Baronin ein. 'Der Sohn des hiesigen Pfarrers, wohlbestallter Lieutenantbei der Landwehr, ist Ihnen zuvor gekommen und bereitsmit meiner Stieftochter verlobt."

Dennoch gcb' ich meine Hoffnung nicht auf," crwicdertcJener.Der Held aus geistlichem Stande hat wahrschein-lich kein Vermögen; und wenn das schöne Fräulein in dereinen Waagschale einen kümmerlichen Lieutcnantssold undin der andern drei große Rittergüter, mit prächtigenSchlössern, liegen sieht, so wird der Ansschlag der Waagegewiß zu meinen Gunsten ansfallen."

Ich zweifle doch!" sagte die Dame.Die jungenLeute lieben sich schon seit Jahren und das Fräulein hatkeinen wankelmüthigen Sinn. Versuchen Sie indessen IhrHeil! Mein Haus steht Ihnen offen. Aber ich gehe mor-gen aus mein Landgut Linnthal, zwei Meilen von hier.Besuchen Sie mich dort, oder wohnen Sie, wenn es IhreVerhältnisse gestatten, einige Wochen ganz in meinemländlichen Schlosse! Sie haben dann die bequemste Gele-genheit, das Fräulein für sich zu gewinnen."

Ein reizendes Anerbieten!" rief der Graf.Aber diegnädige Frau sind vermählt. Werd' ich Ihrem HerrnGemahl willkommen sepn?"

Machen Sic sich darüber keine Sorge!" antwortete sie.Mein Mann, ein alter Major außer Dienst, könnte mitseiner geringen Pension nicht auskommen, wen» ihm nichteine reiche Gemahlin zu Thcil geworden wäre. Darummuß er mich unumschränkt herrschen lasse», und fügt sichauch stets ohne Gegenwort in meinen Willen."