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Platz im Hause des Hofraths zu gewinnen, und der Edel-mann war um das Seelenheil seiner Unterthaucn so we-nig bekümmert, daß er ohne die geringste Kcnntniß vonden Fähigkeiten und sittlichen Eigenschaften des Candida-teu seinem eigennützigen Freunde mit lachendem Mnnde denAuftrag gab, das Geschäft nach eigenem Gefallen abzu-machen.
Wallbcrg öffnete sich gleich am nächsten Abend mit dempapierncn Schlüssel der Zeitungen das ihm bisher ver-schlossene Paradies, und sogar des Hofraths Herz, weil ernicht nur die erquickenden Neuigkeiten angenehm vorlasund mit geläufiger Zunge darüber schwadronirte, sondernauch an Gleichgültigkeit gegen Minchcn seinen Vorgängernoch übcrtraf. Anfangs war der Alte mißtrauisch undstellte ihm eine Falle. Er ging in den Alkoven, schob desFensters Vorhang ein wenig bei Seite, und spähte und »horchte, ob die jungen Leute während seiner Abwesenheiteinen verliebten Schleichhandel treiben würden. Aber in-dem er sich auf den Laucrplatz begab, warnte Minchenihren Freund mit den Augen, und er blätterte stumm undmit unverwandten Blicken in den Zeitungen, bis der Auf-passer zurück kam und sich mit sichtlicher Gcmüthsruhe wie-der an den Tisch setzte.
In der Folge besprachen sich die Liebenden fleißig durchBriefchen, die sic einander heimlich zustcckten, und verlob-ten sich förmlich auf dem Papiere. ,
Als Wallbcrg die Braut in der Tasche hatte, rückte ermit den ersten englischen Zeitungen heraus, las sie ohneAnstoß deutsch vor, und pfefferte noch den kräftigen In-halt derselben mit eigenen Zusätzen, die sein Zuhörer fürbaare Münze anuehmcn mußte, weil er kein Englisch ver-stand, und folglich das Original mit der Ucbcrsctzung nicht