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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
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nicht! Die Menschen sind de, besonders sreundlich nnd herz-lich gegen einander. Das gefällt mir, obgleich in unsereEinsiedelei kein erfreulicher Wunsch dringt."

Verlierst nichts!" versetzte der Hofrath.Alles Heu-chelei, nichts als Heuchelei! Die kleinste Staatsncuigkcit istmir lieber, als solcher Schnack."

Ich denke anders," sprach Wilhelm ine.

Denke wie du willst, aber schweig! Man hört bei dei-nem Geplapper nicht, wenn der Zcitungsbote klingelt."

Er rückte die Mütze von den Ohren nnd beugte horchendden Kopf vor. Endlich tönte die Klingel.Gott sep Dank!"rief er, nnd ruderte mit den kranke» Beinen, um sich vomStuhle zu heben und die Thür zu öffnen. Indessen brachteihm Minchen schon die Zeitungen. Er entfaltete sie hastig,und suchte mit der Brille den Ort, wo wichtige Neuig-keiten Herkommen sollten; doch fand er nichts. Das Blattwar überhaupt dießmal sehr mager.Es ist eine Schande!"sprach er unwillig.Man gibt das Jahr lang schweresGeld für Zeitungen aus, und was hat man dafür? Einpaar knappe halbe Seiten politische Nachrichten. Den üb-rigen Raum füllen unbedeutende Nebendinge, die zwei oderdrei Menschen wichtig sind und zehntausend bezahlen müs-sen. Hier weinen und jammern lachende Erben; dort mel-den ihre vergnügt vollzogene Verbindung ein Paar jungeEheleute, die vielleicht über's Jahr ihre noch vergnügtervollzogene Scheidung bekannt machen werden. Was gehnmich solche Hausgeschichtcn an? Und was frag'ich vollendsdarnach, ob Peter Mcfferts Frau einen Junge» oder einMädchen geboren hat? Heute macht mau's noch schlim-mer! Da hat man sogar ein Liebesgedicht abdruckcn lassen,worin sich der Versler einen Ausfall auf die Staatskunsterlaubt. Die Zeitung läßt sich also auf ihrem eigenen