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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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I.

Der Staatsklügler und feine Nichte.

21n einem Nenjahrstage hatte der alte Hofrath Klaus-ner seine alte Pein, die Fußgicht. Verdrießlich saß er ineinem großen Lehnstuhle, wie im Gefängniß, und sehntesich nach den Zeitungen, die noch sein einziges Labsal wa-ren. Er hatte seine Stelle als Rcchnungsführer Lei einerLandcskasse niedergelegt und sich zur Ruhe gesetzt; aberdie Kaiser und Könige hatten nicht Rnhe vor ihm: erfand immer an ihrem Thun und Lassen etwas zu tadeln.Hier, wo er Krieg haben wollte, herrschte Friede; dort,wo er es weder erwartete noch genehmigte, ruckten Heer-schaaren ins Feld. Er konnte nicht aufhören, sich zu ärgern.

Es war eben jetzt ein bedenklicher Zeitpunkt, da cs sichentscheiden mußte, ob eine gewisse Macht nach seinem Sinnehandeln würde oder nicht. Darum sah er mit höchster Un-geduld den Zeitungen entgegen, und verwünschte das neueJahr, weil cs auf einen Zeitnngstag gefallen war: denndiesem Umstande maß er die Schuld bei, daß die geliebtenBlätter später als gewöhnlich ausgegcben wurden.

Ach, lieber Onkel," sagte seine junge, schöne Nichte miteinem bittenden Tone,schelten Sie doch das heutige Fest