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der Störenfried, die Beine tapfer zu heben. Eine dieserehrwürdigen Personen nach der andern sprang von ihremSessel ans, stürzte mit Bacchantcnwnth ans den Tanzplatznnd drehte sich mit erstaunlicher Geschwindigkeit, wie einKreisel, allein herum, bis sie athcmlos niederstürzte. Be-sonders aber war, wie der Herr Pfarrer Stern bemerkt,höchlich zu bewundern, daß viele schwerfällige Herrschaften,die in ihrem Leben nicht das ABC der Tanzkunst erlernthatten, die zierlichsten Sprünge, gleich theatralischen Tän-zern, machten.
Dieses Wirrwarrs ungeachtet, dauerte der Ball bis tiefin die Nacht, und wäre vielleicht noch länger fortgesetztworden, wenn nicht der unsichtbare Director, der desDinges überdrüssig scpn mochte, schnell und nnvcrmnthetden Kehraus veranstaltet hätte. In Einem Augenblickefühlte sich die ganze Gesellschaft von einer unaufhaltsamenTanzwuth ergriffen. Hepsa! lustig! riefen die ältestenGreise und Urgroßmütter, warfen ihre Krücken weg undhüpften so munter wie ihre Enkel auf den Tummelplatz.Die Musikanten spielten unaufgefordert den Großvatcrtanz;Alt und Jung sang dazu aus Heller Kehle das damalsnoch neue Liedchen: „Als der Großvater die Großmutternahm," nnd so schwärmte die bunte Schaar fünf Minutenlang im wildesten Frendcntaunicl durch einander.
Urplötzlich ward die majestätische Baßgeige, mitten inder lebhaftesten Ausübung ihrer Berufspflicht, durch einenunsichtbaren fürchterlichen Schlag, der wie ein Donnerkrachte, zerschmettert. Augenblicklich verstummten alle In-strumente, nnd die Tänzer standen wie in den Boden gc-wurzclt. Die Spiellcnte — gewöhnlich ein furchtsamesVölkchen — saßen einige Sekunden lang mit todtcnblei-chcn Gesichter», wie steinerne Bilder, und starrten den