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nachher sprach der Geist: die Kette liege in demselben Zim-mer, wo sie unsichtbar geworden war, unter dem getäfel-ten Fußboden. Dieß schien wieder ei» leeres Vorgebcn zuseyn, weil in dem festgefügten Getäfel keine Spur einerkürzlich geschehenen Ocffnung zu bemerken war; doch ließman eS aufbrechen, und fand wirklich, was man suchte.
Mehrere ähnliche Ereignisse wollen wir übergehen unduns nun zu den Hauptscencn wenden.
Herr von O * " blieb unter allen Foltern, die er täg-lich ausstand und nach und nach gewohnt ward, ziemlichmuthig und lebensfroh; doch gefiel cs ihm nicht länger,allein zu sehn, und er beschloß daher, sich eine eheliche Ge-sellschafterin zu wählen. Er hoffte vielleicht, das jungfräu-liche Ungcthüm würde dann vom Schauplatz abtretcn undcs seiner Gemahlin überlassen, ihm das Leben ein wenigsauer zu machen; allein der Geist wich nicht von ihm,und setzte ihm gerade um die Zeit, als er auf FreiersFüßen ging, mit einer Art von eifersüchtigen Erbitterun-gen so heftig zu, daß er darüber erkrankte, und seinen Arzt,einen berühmten Professor, aus Frankfurt holen lassen mußte.
Dieser gelehrte Mann gehörte aber auch zur Sekte derUngläubigen und schalt seinen Patienten ohne Umständeeinen Fantasten. „Ach, Herr Professor!" seufzte der Kranke,„wenn Sie nur eine Nacht an meiner Stelle wären, Siewürden gewiß zu Kreuze kriechen!" Der Doktor schütteltehohnlächclnd den Kopf; sein Famulus, ein vorwitziger Stu-dent, lachte laut, und bramarbasirte gewaltig: „er habelängst gewünscht, daß ihm ein Mal ein Gespenst unter dieHände käme; er wollte mit dem Unhold wohl fertig wer-den und ihm artig mitspiclen." Am Ende erbat sich deralte Hippokrates für die folgende Nacht ein Bett im Schlaf-zimmer des Herrn von O**, und sein Jünger — der