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lem Tage einznfindc». Der geplagte Man» hatte nirgendsRuhe vor ihr. Er klagte seine Noth Priestern und Aerz-ten; uicmaud konnte ihm helfen.
Ei» merkwürdiger Umstand, der in dieser dunkeln Ge-schichte einigen Ausschluß zu geben scheint, war der: daßdie Quälcrin beständig in der Gestalt und Tracht einesjungen, dem Herrn von O" genau bekannten Frauen-zimmers erschien. Man ließ dieses Mädchen, das in derNähe wohnte, scharf beobachten, und fand cs immer völ-lig so gekleidet, wie sich der Geist bei seinem letzter» Auf-tritt gezeigt hatte. Viele Leute, die von der Lage derUmstände nicht genau unterrichtet waren, warfen auf diesePerson den Verdacht, daß sie selbst der Quälgeist sep. Al-lein wie war das möglich? Sie konnte ja nicht durch ver-schlossene Thüren und Mauern dringen, und sich eben sowenig vor den Augen vieler Menschen, in deren Gegen-wart der unglückliche Edelmann oft gemißhandclt ward,unsichtbar machen. Andere vermntheten, seine Einbildungs-kraft sep zerrüttet und er quäle sich selbst. Dicß schieneine Zeit laug die wahrscheinlichste Auflösung des Näth-sels; doch in der Folge ereigneten sich Begebenheiten, dienicht blos Phantasten sepn konnten, und den ungläubig-sten Gespcnsterläugncrn Erstaune» abnöthigtcn.
Der erste Vorfall dieser Art geschah auf einem fremdenNittcrsitzc, wohin sich Herr von O *geflüchtet hatte, umdort vor seiner Verfolgerin Ruhe zu haben. Vergebens!Sie kam ihm nach und begehrte eine goldene Kette, dieer am Halse trug. Er weigerte sich der Auslieferung;aber plötzlich verschwand ihm die Kette vom Halse, unddie Taschenspielerin sagte spottend: wenn er sein Kleinodwieder haben wollte, möchte er sich nur auf die Spitze desKirchthurms bemühen, da würde er's finden. Einige Tage