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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
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Norbcrt. Und ich

Rossignol. Nu» du? Du wirst küssen, um zuesscin Marsch vorwärts!

Die Tänzerinnen wnrdcu abgcholt. Es waren in derThat ein Paar niedliche Püppchcu, besonders die eine, inderen schwarzen Schclmcnaugcn der Liebesgott einen ge-fährlichen Schicßstand angelegt hatte, und immer schußfer-tig lag. Diese war die Hauptperson und Herrn Rossig-nols Liebchen. Die andere, eine Buscnfreundin von ihr,hatte blos als ihre Gesellschaftsdame dem nächtlichen Festebeiwohnen sollen, und ward nun mit dem Herrn vonNorbert gepaart. Rossignol trieb in der Geschwindigkeiteinen Micthwagen ans, und man fuhr scherzend und la-chend nach dem herzoglichen Garten.

Nivel hatte eine Schilrwachc ausgestellt, um das Ab-steigen seiner Gaste an der Vorderthür des Hauses zuverhindern und sie an die Hinterpfortc des Gartens zuführen. Der Pavillon, worin sic tafeln sollten, war präch-tig erleuchtet, der Tisch gedeckt, und eine erfreuliche Zahlvon Burgundcrflaschcn sah mit versiegelten Kopsen auseiner Kühlwanne heraus. Ein tröstlicher Anblick für denKapital«, der aus die lächerlichste Weise scheu und verlegenwar und den schalkhaften Neckereien der losen Mädchennichts als ein verschämtes Lächeln und tiefe Bücklinge ent-gegcnzusctzcu wußte. Er fühlte selbst, daß er keineglänzende Nolle spielte und faßte im Stillen den Vorsatz,sich Muth zu trinken. Wir wollen ihm dazu Zeit lassen,und indessen einen Blick ins Vorderhaus thun.

Hier unterhielt sich der Herzog mit Rosetten in einemso üppigen Zimmer, als ob cs die Zaubcrhand einer wol-lüstigen Fee geschaffen hätte. Es war für geheime Gesell-schaften eingerichtet, und zu diesem Zweck mit vielen künsi-