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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
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und acht Uhr in dem großen Kaffeehausc neben meinemHotel abholcn. Bemühen Sic sich also zu rechter Zeit aufdiesen Treffplatz, und verlassen Sie sich übrigens ganz aufmeinen Sccretair. Ich habe ihm anfgctragen, sich IhrerSache bei seinem Freunde mit dem thätigsicn Eifer anzu-uchmen und cs dahin zu bringen, daß sie schon morgennach Ihren Wünschen entschieden werde."

Unterthänigste Danksagungen schallten aus der Kammerheraus. Aber der Herzog, nicht darauf achtend, lispelteindessen Rosetten zu:Ich verreise nicht, sondern werdeauf den Abend das Vergnügen haben, Sic an einem ge-heimen und sichern Orte zu sprechen. Halten Sic sich umneun Uhr bereit."

Er ließ dem bestürzten Weibchen keine Zeit zur Ant-wort, rief dem Kapitain ein lautes Lebewohl zu und floghinweg.

Ist er fort?" fragte der Flüchtling, halb angckleidct,durch eine kleine Ocffnung der Thür.

Rosette war so zerstreut, daß sie nicht antwortete.

Das war eine verteufelte Ucberraschung!" rief der Ka-pitain, aus der Kammer tretend.Aber der Herzogmußt du das nicht selbst bekennen, Rosette? ist dochein überaus gnädiger Herr! Er und der Marquis versöh-nen mich ganz mit Paris. Was für brave, gefälligeMänner! Indem sic schon mit dem Fuß im Rciscwagcnstehen, denken sic noch an mich und sorgen für mich! Ichwcrd' cs rühmen, so lang ich lebe!"

Rosette stand in stummer Gedankenlosigkeit da, oder warvielleicht nicht Heuchlerin genug, in den Lobgcsang ihresGemahls cinznstimmen. Ihr Schweigen verdroß ihn.Nun, Hab' ich nicht Recht?" fuhr er fort:Du scheinstmit dem Herzog weniger zufrieden als ich. Aber ich merke