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denn cs fehlte ihm von einem Teige zum andern an Ge-legenheit, sie unter vier Augen zu sprechen. Er fand im-mer, so oft er kam, zwei Augen zu viel. Man kann den-ken, daß er es bald überdrüssig ward, der uubclohnte Ge-schäftsträger eines Landjunkcrs zu scpn. Es gereuete ihn,daß er sich nicht voraus dafür bezahlt gemacht hatte, under beschloß, das Abenteuer durch einen entscheidenden Streichzu enden.
In dieser Absicht erhob er sich eines Morgens sehr frühin die Wohnung des Kapitains. Dieser saß noch im Schlaf-rock und in der Nachtmütze beim Frühstück, warf vorSchrecken den Tisch um und floh über Hals und Kopf indie anstoßende Kammer. Auch Rosette wollte flüchten;aber der Herzog hielt sie fest und rief dem Ausreißer nach:„Bleiben Sie doch, bleiben Sic! Was machen Sic miteinem Freunde für Umstände!"
Herr von Norbert bat durchs Schlüsselloch, ihm nureinen Augenblick Zeit zu einer anständigem Bekleidung zulassen.
„Bemühen Sie sich nicht!" rief der Herzog zurück: „Ichkann mich nicht aushaltcn; denn ich bin eben im Begriff,auf einige Tage zu verreisen." —
„Eine Nothlüge, schönes Weibchen!" flüsterte er leisedazwischen.
„Ihre Angelegenheit, lieber Herr von Norbert," — fuhrer jetzt wieder mit lauter Stimme fort — „soll aber durchmeine Abwesenheit nicht ins Stocken gerathen. Ich habeAnstalt getroffen, Sie indessen mit einem vielvermögcndenManne bekannt zu machen, der die rechte Hand des erstenMinisters ist, alles bei ihm gilt, alles durchsetzt. MeinSecrctair, sein vertrauter Freund, wird heute Abend inIhrer Gesellschaft bei ihm speisen, und Sie zwischen sieben