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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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beschämen Sie meinen Jachzorn! Aus Achtung gegenSie will ich dem Taugenichts seinen Fehler verzeihen, undum so lieber verzeihen, da keine weitern nachthciligcn Fol-gen daraus entstehen. Ihre Vorstellung beim König wäreso gar zu voreilig gewesen. Die Sache ist »och nicht reif genugdazu. Wir wollen erst in den nächsten Tagen bei einigenStaatsministern hermnfahreu, und dann nach Versailles.Das ist der Ordnung gemäß.Kurz, lieber Herr vonNorbert, überlassen Sie sich meiner Leitung! Ich hoffe,Sie sollen mit mir zufrieden seyn."

Der Kapitam stotterte ein Galimatias von Danksagun-gen heraus und erklärte den Marquis D" für seinenWohlthätcr, weil er ihn einem so großmllthigen und men-schenfreundlichen Prinzen empfohlen habe.Darf ich michwohl," sprach er am Ende,einer unterthänigen Frage erküh-nen?Wo wohnt der Marquis, mein braver Vetter?"Das kann ich Ihnen in der That nicht sogleich sagen z"antwortete der Herzog.Doch Sie sollen eS erfahren.Vor der Hand hilft cs ihnen nichts. Der Marquis ist inderselben Stunde, als er seinen Empfehlungsbrief schrieb,auf ein entferntes Landgut verreist, und kommt, so vielich weiß, erst nach Vcrfluß eines Monats zurück."Dieß höchlich hcklagcnd, empfahl sich der Kapital» sei-nem erhabenen Gönner, der ihn mit seiner Gemahlin ansden Abend ins Schauspielhaus einlud.Ich schicke Ihnenmeine Equipage," setzte er huldreich hinzu,und erwarteSic in meiner Loge."

Er klingelte. Ein Bedienter kam.Vorfahren!" riefder Herzog, und entließ mit einer freundschaftlichen Umar-mung seinen entzückten Klienten. Das brausende Sechs-gesxann flog mit ihm nach der Tcufelsküche zurück.

Die vorgespiegclte Reise nach Versailles war nichts als