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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
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klagtc, Sie nicht zu finden. Ich gerietst außer mir! Unddas Schlimmste war, daß ich nicht wußte, wohin Sie vonmeinen tollen Bedienten gebracht worden waren. Ich durch-lief zehn oder zwölf Gassen, die nach Versailles führenich fragte hundert Menschen, ob sic einen Wagen mitsechs Schimmeln gesehen hätten immer hieß cs: Nein!nein! und man starrte mich dabei an, als ob man michfür unklug hielte. Es muß freilich ein seltsamer Anblickgewesen sepn, mich ans aller Macht, als ging's um eineWette, durch die Straßen rennen zu sehn. Ich ward end-lich dieser fruchtlose» Hetze überdrüßig, und hielt für denbeste» Rath, nach Hause zu eilen. Da kam mir denngleich unten an der Pforte mein Läufer mit einem so zu-friedenen Gesichte entgegen, als ob er seine Sache vor-trefflich gemacht hätte. Ich ließ ihn hart an, und als ersich noch viel entschuldigen wollte, kündigte ich ihm aufder Stelle den Dienst auf."

O nicht doch, gnädigster Herr!" stammelte der guther-zige Kapitain. «Ich Litte ganz unterthänig für den armenTeufel." -

Er verdient keinen Pardon, der Schurke!" entgcgncteder Herzog.Er hat unser» ganzen Plan zerrüttet! Esist nun für heut zu spät, nach Versailles zu fahren; dennche wir dahin kommen, sitzt der König schon bei derTafel." -

Beruhigen sich Ew. Hoheit darüber, und begnadigenSie den armen Schelm!" sprach Herr von Norbert.Ichkönnte mich lebenslang nicht zufrieden geben, wenn ichwüßte, daß meinetwegen ein Mensch unglücklich gewordenwäre."

Edler Mann!" rief der Herzog. 'Solche zarteGutmüthigkcit ist nur noch auf dem Lande zu finden! Wie