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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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274 'So-nn dcr Thür. Endlich wollt«, ihn ftinc Beine, des un-gewohnten StchcnS müde, nicht länger aufrecht tragen.Er schlich nun auf den Zehen wie ein Dieb zmn nächsten,mit Atlas bezogenen Stuhle, und ließ sich so sanft undknapp als möglich auf de» äußersten Rand einer schlupfri-gen Ecke nieder. Hier saß er, in beständiger Gefahr, hcr-untcrzuglcitcn, bis die Flngclthürcn anfrauschtcn und dcrHerzog herein trat.

Willkommen, lieber Herr von Norbert!" riefen Sc.Hoheit, und umarmten ihn:Ich freue mich, daß ich Sieendlich gefunden habe. Ein unglückliches Mißvcrständnißverursacht, daß wir gleichsam Verstecken mit einander spie-len. Sie suchen mich, in meiner Wohnung, und ich sucheSic in dcr Ihrigen , wo ich eben ganz athcmlos hcrkomme.Diese starke Motion haben mir meine Bedienten gemacht.Ich schickte, weil ich noch unter Weges ein Geschäft hatte,meinen Wagen voraus, wollte Sic dann in Ihrem Gast-Hofe persönlich abholen und gerades Weges mit Ihnennach Versailles fahren; aber meine Leute haben Siein Ihrem Leben von großen, Duminköpfcn gehört? er-warte» nicht meine Ankunft, sondern führen Sic mit bei-spielloser Ungcschliffcnhcit hierher. Ich bin darüber i» Vcr-zweifelung! Was müssen Sie von mir gedacht haben!Verzeihen Sie mir, bester Herr von Norbert, diesen Ver-stoß gegen die Höflichkeit, woran ich ganz unschuldig bin."

Der Kapital» machte einen Bückling über den andern,und bemühte sich vergebens, gegen diesen Strom von Er-dichtungen und Komplimenten ein Wort aufzubringcn.

Es war für mich noch ein Glück," fuhr dcr Herzog inEinem Athen, fort, daß ich Ihre liebenswürdige Frau Ge-mahlin zu Hause traf. Ich unterhielt mich einen Augen-blick mit ihr. Sie wird Ihnen erzählen, wie sehr ich be-