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Herr von Norbert stieg augenblicklich ein, der Wagenführte ihn wie ein Sturmwind von dannen, und husch!schlüpfte der Herzog, der hinter einer nahen Gasseneckegelauert hatte, in des Teufels Küche.
Rosette war Anfangs, als er sic überraschte, schüchternund blöde wie ein Kind. Bald aber faßte sie Mnth, undbestrebte sich ans allen Kräften, gegen den schmeichelndenHöfling recht artig zu scpn. Doch je mehr sic Mühe an-wandtc, sich in den feinen Konversationston hincinzuar-beitcn, desto weniger gelang cs ihr. Was sie sprach undthat, fiel links aus. Ihre Schönheit übcrfirnißte jedoch inden Augen des Herzogs ihren Mangel an Lebensart. Erwar ein feuriger Lobrcdncr ihrer Reize. Auch sic versankganz in Bewunderung seiner Person und seines Beneh-mens ; denn er war der erste gebildete Weltmann, mit demstc sprach. Seine angenehme Gestalt, die Pracht seinerKleidung, sein zwangloser und doch zierlicher Anstand,seine zärtliche Bercdtsamkeit — alles machte auf sie einenso neuen, gewaltigen Eindruck, daß sie wie betäubt war.Hätte der geübte Eroberer auf der Stelle siegen wollen,er hätte gesiegt; aber der ausgelcrnte Lüstling übereiltesich nicht. Es war immer seine Art, sich Hindernisse zuschaffen, wo er keine fand. Er begnügte sich also auchjetzt, seines Triumphs gewiß zu sepn, und verschob dessenvollen Genuß bis zu einer bequemem Gelegenheit.
Als er beinahe eine Stunde vertändelt hatte, verließ erRosetten und eilte in seinen Palast zurück. Hier hatteman den Herrn von Norbert in ein Paradezimmer geführt,wo er aus Respekt gegen die tvdtc Pracht, die ihn um-gab, kaum Athcm zu holen wagte. Er stand eine halbeStunde lang, jeden Augenblick des Herzogs gewärtig, starrund steif wie eine Schildwache, die das Gewehr präsentirt,
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