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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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zu öffnen, wenn sich auch der Himmclssaal voll heiligerEngel vor ihren Augen aufthätc. Unter dieser Bedingungward endlich Friede geschlossen; die Versöhnten schliefenruhig ein, und cs war am folgenden Tage schon ziemlichspät, als sic erwachten.

Der Kapitän verließ mit Seufzen sein Lager; denn nunkonnte er doch die schweren Schritte, die er in Paris Vor-halte, nicht länger verschieben. Er wollte heute wenigstenszu seinem Anwalt gehen und sich von ihm die Wohnun-gen der hohen Gönner, denen er persönlich aufwartensollte, genau angcbcn lassen.

Da ihm seine Perücke etwas baufällig geworden zuscyn schien, so befahl er, einen Friseur zu rufe», und Ro-sette bestellte zugleich auch einen für sich. Die beiden Pu-dcrmänncr erschienen. Der eine setzte dem Herrn vonNorbert seinen wieder ausgcbcffcrtcn Haarthnrm auf; derandere bepflanzte Roscttcns Köpfchen mit zahllosen Pa-pierwickeln.

Indem diefi geschah, kam Bonifaz mit einem Gesichte,das etwas Außerordentliches ankundigtc, hastig gelaufen.Der Herzog . . ." rief er ängstlich stammelnd, und wolltevcrmuthlich hinzusctzcn: schickt seinen Läufer; doch ehe erdiest über seine schwere Zunge bringen konnte, trat ihmschon Louis auf der Ferse nach und ins Zimmer hinein.

Er starrte vom Kopfe bis zum Fuße von Gold, undauf seinem hohen Stocke blitzte ein. unmäßig großer Zlpfclvom feinsten Silber, der wohl manches Bancrhüttchcnim Dorfe des Herrn von Norbert an Werth übcrwicgenmochte.

Unser Landadel sprang beim Anblick dieser glänzendenGestalt, die so unvorbereitet erschien, mit der größtenGeschwindigkeit von den Stühlen auf, entriß sich den Hän-