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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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Der Herzog Unterzeichnete seinen Iiamen und befühl demLäufer, die Gallalivrcc cinzuziehcu und diesen Brief demHerrn von Norbert zu übergeben.Er wird schriftlichantworten," fuhr er fort,und wenn er nicht von selbstdazu Anstalt macht, so ersuche ihn darum. Indem er nunschreibt, nahe dich auf eine geschickte und bescheidene Artseiner Gemahlin und flüstere ihr zu: ihre Schönheit habemich gestern in der Oper entzückt und bezaubert: ich ließebitten, mir morgen Vormittags einen kurzen Besuch untervier Augen zu ertauben; ich würde ihren Gemahl auf eineanständige Weise entfernen; doch verstehe sich, daß er vondieser geheimen Unterhandlung nichts erfahre» dürfe.Hast du mich verstanden?"

Vollkommen, gnädigster Herr!"

Ein Dillct von meiner Hand wäre freilich schicklicher;doch ich habe keine Lust zum Schreiben, und eine Damevom Lande wird diesen Verstoß gegen die feine Lebensartkaum bemerken. Geh nur!"

Louis trat ab.

Jetzt erhielt der Hundchändlcr Audienz. Eine schöneGräfin hatte dem Herzog Abends vorher den Verlust ihresBolognesers geklagt; cs war daher eine unvermeidlichePflicht, ihr sogleich einen andern zu senden. Das Hünd-chen, das der Negoziant zn diesem Behuf überbrachte, warsehr niedlich und fünf Louisd'vr unter Brüdern Werth.Der Handel kam um diesen Preis augenblicklich zu Stande.

Dieß Geschäft war kaum abgcthan, als ein Busenfreunddes Herzogs, ein junger Ritter, gemeldet und angenom-men ward. Er kam, um Seine Hoheit zum Ballspiel ab-zuholcn.

Sind sonst noch Leute im Vorzimmer?" fragte der