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Indessen war cs Heller Tag geworden, und nach einigenStunden füllten sich die Vorzimmer des Herzogs mit ver-schiedenen Menschenrassen an. Im ersten von der Gasseherein standen dcmüthige Handwerker mit Arbcitsrcchnun-gen in der Hand, die sich während der langen Zeit, alssie immer von Tag zn Tage vergebens gebracht wordenwaren, gelb und braun gefärbt hatten ; — im zweite» Zim-mer strotzten und schwadronirtcn fremde Lakaien durch ein-ander; — im dritten Zimmer sah es schon etwas vorneh-mer ans: da befand sich ein junger Abbe, der ein schmei-chelndes Sonnctt ans den Herzog gedichtet hatte; ein Por-traitmalcr, der auf die Gnade, daß Se. Hoheit ihm sitzenwollten, schon drei Monate wartete; ein Juwelier, derdieses Miniaturgemälde in Gold fassen sollte; ein engli-scher und ein italienischer Sprachmcistcr, die seit einemhalben Jahre bezahlt wurden und dem Herzoge noch keineeinzige Lektion gegeben hatte»; — dann der herzoglicheLeibarzt; der Leibschncider; ein Noßhändlcr; ein Mann,der ein bestelltes Damenhündchen überbrachtc, und zwan-zig Andere mehr.
„Wo ist Louis?" war das erste Wort des Herzogs, alser erwachte. Louis kam, übergab des Marquis Bittet;der Herzog ließ seinen Sccrctair rufen und diktirte ihmfolgenden Brief:
„Der Herzog von M*" freut sich über die ange-nehme Gelegenheit, die ihm beiliegendes Bittet anbictet,„sich dem Herrn von Norbert zu verbinden. Er wird„mit Vergnügen seinen ganzen Einfluß bei Hofe für„ihn verwenden, wird ihn morgen in Versailles dem„Könige verstellen, und überhaupt alles thun, was sei-ner Angelegenheit einen glücklichen Ausgang verschaffen„kann."