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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
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wird, wie hier in den Zeitungen steht, Ca stör und Pol-lux gespielt."

Ein schnurriger Titel!" sagte der Kapitän, und nahmdas Zeitungsblatt in die Hand.Der Ca stör ist dasWasscrthicr, ans dessen Haaren man die feinen Hüte macht,aber den Pollux kenne ich nicht. Ich bin doch selbstneugierig, zu sehen, was das sür ein Mnrmclthier ist."

Wer war vergnügter als Rosette! Sie fing sogleich an

ungeachtet cS noch sehr früh am Tage war sichzur Oper zu putzen, vergaß darüber Essen und Trinken,und setzte oft, in Ermangelung einer Kammerjnngfcr, dieungeschickten Hände ihres Gemahls in Requisition. Nach-mittags um zwei Uhr stand sie vollendet vor dem Spiegelund bewunderte sich unersättlich. Sie hätte zwar, da siedie Moden der alten Welt, des Mittelalters und der neue-sten Zeit an ihrer kleinen Person vereiniget hatte, vor kei-nem Gcschniacksrichtcr mit ihrem Anzuge bestanden, under war in der That unter aller Kritik; doch selbstzufrieden,wie jeder Stümper, brannte sic vor Begierde, sich demPublikum zu zeigen, und ruhte nicht eher, bis ein Fiakergeholt ward.

Das Opernhaus war noch nicht geöffnet, als unsereHerrschaften dort ankamcn. Sie stellten sich, von denVorbcigchenden begafft und mitunter höhnisch belächelt,an die Thür, lasen zum Zeitvertreibe den Opernzcttel zwan-zig Mal von oben herab und von unten hinauf, und be-rathschlagten über den Platz, den sie wählen wollten. DerKapitän brachte, aus Scheu vor der großen Welt und voreiner großen Ausgabe, die dunkle und wohlfeile Gallerte

die man spottweise das Paradies zu nennen pflegtin Vorschlag. Rosette hingegen bestand auf einer Logedes ersten Ranges, und krabbelte ihm, zur Belustigung