i» der rechten Hand eine Laterne, vor dem Postzngc her.Eine solche Equipage und ein solcher Läufer schicke» sichtrefflich zusammen; doch brachten sie nach einer kleinenStunde unsere Herrschaften glücklich in die Tenfclsküchc.Es waren aber gerade so viel Reisende da eingckehrt, daßnur noch ein Hinterzimmcr leer stand. Herr von Norbert,der an der Aussicht in ein schmales Gäßchcn wenig zuverlieren glaubte, nahm davon Besitz, und kam hier aufEin Mal in eine große Gesellschaft von Chincsern, diemit spitze» Hüten und Sonnenschirmen auf einer altenTapete saßen.
Am folgenden Morgen cröffnete er seiner Gemahlin,daß er sich einen Rasttag geben wolle, weil er noch vonder Reise sehr ermüdet scp. Dicß war aber ein bloßerBorwand, um seine Scheu vor den Supplikantcngangcn,die er thnn sollte, zu bemänteln. Er verschob sie, wie einkrankes Kind das Einnehmcn einer bitter» Arznei. Ro-sette ließ sich das gern gefallen, weil dadurch der Aufent-halt in Paris verlängert ward; sie für ihre Person hatteaber nicht Lust, einen Rasttag zu machen, sondern jagtesogleich einen Aufwärtcr des Gasthofcs fort, um eine be-rühmte Putzhändlcrin (deren Addrcssc sic in den Zeitungenfand, die der höfliche Wirth, bei Anwünschung eines gutenMorgens, überreichte) ins Haus zu bestellen.
Die berufene Dame fuhr balv darauf in einem eigeneneleganten Wagen vor der TcuselSknchc vor, und trat mitzwei netten Mädchen und einem Livrccbcdicnten, die sämmi-lich pappcnc Kasten und Schachteln hinter ihr her trugen,ins chinesische Zimmer. Da sic nicht gemeldet wordenwar und sehr gut gekleidet erschien, so gcricth das länd-liche Paar bei ihrer überraschenden Ankunft i» große Ver-legenheit und Bestürzung. Herr von Norbert, der sic wc-