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„Und das beichtet Ihr so ruhig, als ob es nichts aufsich hätte?" rief der Kadi mit flammenden Augen. „SepdIhr denn, ganz von Sinnen, daß Ihr das Unheil nichtvoraus saht, das Ihr durch diesen unbesonnenen Streichanrichten wurdet, und wirklich angerichtct habt? — AufEin Mal stockt die Abzucht — die ekelhafte Flnth sammeltsich und wächst mit jedem Augenblicke — sie übersteigt dieUfer des Kanals — strömt in die Häuser — erfüllt dieganze Stadt mit pestilcnzischen Dünsten — die Polizeiläuft und rennt, um der Ursache di.ser Unordnung nach-zuspüren, und was findet sic? — Eure vermaledeitenPantoffeln, die sich vor die Mündung des Grabens gelegtund den Abfluß gehemmt hatten?" —
Kascm stand wie aus den Wolken gefallen. Der Kadi,der aus guten Gründen die Sache schrecklich übertrieb,schmälte noch eine lange Weile fort, und das Ende vomLiede war — Geld. Der unglückliche Kaufmann wardverurtheilt, eine namhafte Strafsumme zu bezahlen unddie Bemühungen der Polizeipersoncn und Wasserarbcitcrzu vergüten. Ein Paar handfeste Gerichtsdicner begleite-ten ihn in seine Wohnung, nahmen von ihm einen schwe-ren Gcldsack in Empfang, und quittirtcn ihn darüber durchdie Rückgabe seiner Pantoffeln.
„Teuflische Ungeheuer!" schrie er, und trat sic wie einRasender mit Füßen. „Was soll ich noch mit euch an-fangcn? — Aus dem tiefsten Gewässer steigt ihr empor— aus dem Bauche der Erde kommt ihr wieder! —Denkt ihr, allen Elementen zu trotzen? Bildet euch dasnicht ein! Das stärkste — das Feuer — ist noch übrig.Dem werdet ihr gewiß nicht entgehn!" —
Die Missethätcr sollten also verbrannt werden. Da siesich aber auf ihrer Kanalrcise mit einem nassen Panzer