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Mit der Beruhigung, daß er von den verhaßten Scha-denstifter nichts weiter hören und sehen werde, ging ernun heim und überrcchnete den erlittenen Verlust. Dieserwar doch nicht so unersetzlich, als er gedacht hatte. Erfand, daß cs blos darauf ankomme, sich von jetzt an aufhalbe Portionen — die freilich für jeden andern Esser nurViertelsportionen waren — einzuschränken, um mit demSchluß seines neunzigsten Jahres wieder eben so reich zusepn, als er vor dem unglücklichen Gange ins Bad gewe-sen war. Mit Freuden entschloß er sich zu dieser Fasten,deren Dauer ja nur einen kleinen Zeitraum von fünf undzwanzig Jahren ausmachte. Sein Magen bellte zwar ge-waltig dagegen; aber dieß Ungcthüm, das Millionen an-derer Menschen tyrannisch beherrscht, war Kasems Sklavund mußte sich seinem Willen unterwerfen.
Der heldenmüthigc Kreuziger seines Fleisches hatte sichschon zwei Tage lang den Brodkorb höher gehangen, alsPlötzlich ein Bote der Gerechtigkeit in sein Haus trat undihn mit der lakonischen Anrede: „Zum Kadi!" beim Fit-tich ergriff und fortführtc. So ging die Reise in denGerichtssaal, und der erste Gegenstand, der hier dem un-glücklichen Kaufmann in die Angen fiel, waren — seinePantoffeln, die, mit Schlamm überzogen, vor dem Rich-tcrstuhle lagen.
„Kennt Ihr diese?" fuhr ihn der Kadi an.
Kasem war nicht entschlossen genug, diese rühmlose undgefährliche Bekanntschaft abzuläugnen, und sprach also eineinfältiges Ja.
„Wie sind sie in die Wasserleitung gekommen?" fragteder Richter weiter.
Der alte Dummkopf gestand, daß er sie selbst hinein-geworfen habe.
Langbcin'S sänimtl. Schr. VIl. Bd.
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