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Nachbarn von der Gruft des Leichnams abzulenkcn undbei der Untersuchung eine Ausrede zu haben.
Kasein schlug die Hände über dem Kopfe zusammenund betheucrtc seine Schuldlosigkeit mit den fürchterlichstenEidschwürcn. Alles vergebens! Der Kadi ließ den gan-zen Garten mit Hacken und Spaten durchwühlcu. AlleGewächse wurden entwurzelt und vernichtet; kein Gras-halm blieb stehen. Da man die gesuchte Leiche nicht fand,so ward der Angeklagte zwar frcigesprochen, aber dennochverurtheilt, die durch sein verdächtiges Pantoffclnbcgräbnißverursachten Gcrichtskostcn zu bezahlen, und der Kadi machteihm eine Rechnung, die Hände und Füße hatte. Es halfkeine Bitte, kein Jammer; sie mußte berichtigt werden.Und sein Garten — wie schrecklich war er zerstört! Ersah aus wie ein verwüstetes Fruchtfcld, das ein Rudelwilder Schweine zerwühlt hat. Das war eine theurc Aufer-stehung der begrabenen Pantoffeln! —
„O ihr Höllenbrände!" fuhr Kasein sie an: „Verfluchtscp das Geschlecht des Baumes, von dem ihr stammt!Verflucht der Tag, an dem ich euch zum ersten Male trug!Welcher böse Geist steckt in euch? Wollt ihr mich ganzzum Bettler machen? Was ich durch Hunger und Kum-mer in zehn Jahren ersparte, darum habt ihr mich in zweiTagen gebracht! Ach, wenn das so sortgcht — Doch nein!Dagegen will ich mich schützen. Ich leid' euch keinen Au-genblick unter meinem Dache." —
Wüthcnd ergriff er jetzt einen Pantoffel und prügelteden andern damit. Dann trug er beide unter dem Man-tel fort und warf sie in einen Kanal, der alle Unreinig-keiten der Stadt aufnahm und abführtc. „Hier sollt ihrverfaulen!" sprach er: „Ihr habt kein besseres Schicksalverdient!"