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war dem goldhungrigcn Kadi sehr erwünscht. Er zog ander Spitze einer Hcerschaar von Häschern nnd Schreibernnach dem Hause des verdächtigen Todtcngräbers. DerZug ward, wie ein rollender Schnceball, mit jedem Schrittegrößer. Ein unabsehbarer Troß neugieriger Müßiggän-ger schloß sich an. Man denke sich Kascms Schrecken, alsdiese lärmende Horde in sein Haus cindrang! Es war zuklein, sic zu fassen. Er ging dem zahlreichen Besuch mitbleichem Antlitz entgegen.
Der Kadi ließ ihn sehr unsanft an, und gab ihm aufden Kopf Schuld, er habe in der vergangenen Nacht einenmenschlichen Körper in seinem Garten vergraben. „Ach,gestrenger Herr!" stammelte Kasein: „wie wär' ich zueinem tobten Leichnam gekommen? Ich habe blos meinePantoffeln, die mich vor einigen Tagen mit Ew. Herrlich-keit in einen unangenehmen Handel verwickelten, zur Erdebestattet." —
Ein wildes Gelächter unterbrach ihn. Der Kadi gebotStille und sprach entrüstet: „Habt Ihr vor mir so wenigRespekt, daß Ihr mir ein solches Mährlein aufhcstcn wollt?Welcher vernünftige Mensch wird ein Paar Pantoffeln be-graben! — He da, Gerichtsdiener! bemächtigt euch seiner,nnd führt ihn in den Garten hinab, damit er uns dortihre Ruhestätte zeige."
Das war Wasser ans des Pöbels Mühle. Er verbrei-tete sich wie ein Bienenschwarm durch den Garten, stahldie Früchte von den Bäumen, und zertrat mit boshaftemMuthwillen Pflanzen und Blumen. Die Pantoffeln wur-* den ausgcgraben. Der strenge Richter war aber damitnicht zufrieden. Sie könnten ja, mepntc er, blos zumSchein verscharrt worden sepn, um die Aufmerksamkeit der